MORAXELLA BOVIS ISOLIERT VON RINDERN MIT INFEKTIÖSER KERATOKONJUNKTIVITIS

Zehn Stämme von Moraxella bovis wurden aus Fällen von infektiöser boviner Keratokonjunktivitis isoliert. Bei Primärisolierung auf Blutagar bildeten sie flache, raue Kolonien. In der Subkultur trat eine schnelle Dissoziation zu kleineren glatten konvexen Kolonien auf. Dies stimmt nicht mit der in der Literatur beschriebenen Kolonieform überein, wonach glatte Kolonien in der Primärisolierung vorherrschend zu sein scheinen. Einer der untersuchten Stämme war nicht hämolytisch. Die untersuchten Stämme wuchsen nicht unter anaeroben Bedingungen und zeigten eine Abhängigkeit von hohem Sauerstoffdruck. Optimales Wachstum zeigte sich bei einem Sauerstoffdruck, der leicht unter dem der atmosphärischen Luft lag. Bei 15°C und 40°C gab es kein Wachstum. Alle Stämme waren Katalase‐negativ und Oxidase‐positiv. Kohlenhydrate wurden nicht angegriffen. Keiner der untersuchten Stämme zersetzte Harnstoff, reduzierte Nitrat oder bildete Schwefelwasserstoff. Koaguliertes Serum und Gelatine werden verflüssigt. In Lackmusmilch fand eine alkalische Peptonisierung statt, die charakteristisch durch die Bildung von drei Zonen fortschreitete. Es gab kein Wachstum auf MacConkey-Agar oder Kartoffelinfusionsagar. Die Ergebnisse der Antibiotika-Sensitivitätstests sind in Tabelle 1 dargestellt. Die Empfindlichkeit des Bakteriums gegenüber Penicillin wird besonders hervorgehoben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.