Wie E-Bomben funktionieren

E-Bomben tauchten erst kürzlich in den Schlagzeilen auf, aber das Konzept der EMP-Waffen gibt es schon lange. Von den 1960er Jahren bis in die 1980er Jahre waren die Vereinigten Staaten am meisten besorgt über die Möglichkeit eines nuklearen EMP-Angriffs.

Diese Idee geht auf die Atomwaffenforschung aus den 1950er Jahren zurück. 1958 ergaben amerikanische Tests von Wasserstoffbomben einige überraschende Ergebnisse. Eine Testexplosion über dem Pazifischen Ozean führte dazu, dass Straßenlaternen in Teilen von Hawaii, Hunderte von Meilen entfernt, ausgeblasen wurden. Die Explosion störte sogar Funkgeräte bis nach Australien.

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Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die elektrische Störung auf den Compton-Effekt zurückzuführen war, der 1925 vom Physiker Arthur Compton theoretisiert wurde. Comptons Behauptung war, dass Photonen elektromagnetischer Energie Elektronen von Atomen mit niedrigen Ordnungszahlen abstoßen könnten. Im Test von 1958 kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Photonen der intensiven Gammastrahlung der Explosion eine große Anzahl von Elektronen frei von Sauerstoff- und Stickstoffatomen in die Atmosphäre schleuderten. Diese Elektronenflut interagierte mit dem Erdmagnetfeld, um einen schwankenden elektrischen Strom zu erzeugen, der ein starkes Magnetfeld induzierte. Der resultierende elektromagnetische Impuls induzierte über einen weiten Bereich intensive elektrische Ströme in leitfähigen Materialien.

Während des Kalten Krieges, U.S. der Geheimdienst befürchtete, die Sowjetunion würde eine Atomrakete abfeuern und sie etwa 30 Meilen (50 Kilometer) über den Vereinigten Staaten detonieren lassen, um den gleichen Effekt in größerem Maßstab zu erzielen. Sie befürchteten, dass der resultierende elektromagnetische Ausbruch elektrische Geräte in den Vereinigten Staaten ausschalten würde.

Ein solcher Angriff (von einer anderen Nation) ist immer noch eine Möglichkeit, aber das ist nicht mehr das Hauptanliegen der Vereinigten Staaten. In diesen Tagen schenkt der US-Geheimdienst nichtnuklearen EMP-Geräten wie E-Bomben viel mehr Aufmerksamkeit. Diese Waffen würden kein so breites Gebiet betreffen, weil sie Photonen nicht so hoch über der Erde sprengen würden. Aber sie könnten verwendet werden, um totale Blackouts auf lokaler Ebene zu schaffen.

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